Archiv der Kategorie: Allgemein

War der Maler Magritte ein Daoist?

Ein über dem Meer schwebender Felsblock, auf dessen Spitze eine Burg steht; ein Apfel, der den ganzen Raum eines Zimmers füllt. Solche oder ähnliche Reproduktionen sind Ihnen sicher schon begegnet. Dinge, die in der Realität in dieser Kombination nicht vorkommen, malte der Surrealist René Magritte (1898–1967). Aber was heißt schon Realität?

Ist das eine Pfeife, die wir auf dem Bild sehen? Nein. Das ist keine Pfeife, schreibt Magritte. Aber was ist das sonst?

«Der Verrat der Bilder» heißt eine Ausstellung in der Schirn in Frankfurt a. M. (bis 5. Juni 2017) und zeigt eine breite Auswahl von Bildern des Surrealisten Magritte:

Beim Betrachten der Bilder und der meist rätselhaften Bildtitel in der Ausstellung gewann ich den Eindruck, dass alle Arbeiten den Grundgedanken zu illustrieren scheinen, dass von dem, was wir tagtäglich sehen und benennen, nichts der Wirklichkeit entspricht. Es ist eine folgenschwere Verwechslung, im Alltag den Begriff oder das Bild für die Wirklichkeit zu nehmen. Sobald wir etwas sprachlich benennen, deuten wir es bereits.

Das erinnert mich an zwei Philosophen, die zweieinhalbtausend Jahre auseinander liegen: Lao Zi und Wittgenstein. Lao Zi schrieb:

sagbar das Dao
doch nicht das ewige Dao
nennbar der name
doch nicht der ewige name

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Deutsche Übersetzung eines chinesischen Romans erhält Preis

Preis der Leipziger Buchmesse: Eva Lüdi Kong gewinnt in der Kategorie Übersetzung

„Die Reise in den Westen ist das wohl bedeutendste, in jedem Fall das populärste Buch der chinesischen Literatur. Bis heute lebt es fort in Mangas, Filmen, Computerspielen. Wann das Buch entstand, wer sein Autor ist, das weiß man nicht; in seiner heutigen Fassung ist es rund 400 Jahre alt. Dieses Buch hat es bislang auf Deutsch nicht gegeben, höchstens in kleineren Auszügen. Dass es nun in seiner ganzen Fülle und Vielfalt vorliegt, ist das Verdienst von Eva Lüdi Kong“, heißt es in der Presse-Erklärung der Leipziger Messe vom 23. März 2017.

Die Autorin und Übersetzerin Eva Lüdi Kong

Es war ein Werk der Liebe, das viele Jahre in Anspruch nahm. Lüdi Kong hat es in ein modernes, lebendiges Deutsch gebracht; aber sie hat noch mehr getan als das. Die vielen uns Europäern unverständlichen Aspekte hat sie durch einen umfangreichen Apparat erschlossen und den Kosmos der chinesischen Kultur zugänglich gemacht, mit all seinen konfuzianischen, buddhistischen, daoistischen, alchemistischen Traditionen.

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Chinesisches Plakat- und Buchdesign heute

 

Schriftbilder – Bildschrift. Chinesisches Plakat- und Buchdesign heute: 文圖  (Wen Tu)

Die Berliner Ausstellung gewährt einen ersten umfassenden Einblick in die junge Szene des chinesischen Grafikdesign. Diese hat sich in den letzten zwanzig Jahren in China und Hongkong etabliert und wachsende internationale Anerkennung erlangt.

Internationale Bildsprachen sind in diesen Arbeiten mit der Tradition kalligraphischer Schriftkultur verbunden und haben eine eigene chinesische Moderne hervorgebracht. Mit ein wenig meditativer Muße gibt der Trailer zur Ausstellung einen sehr schönen Eindruck:

Es werden über 150 Plakate und Bücher von rund 50 Designern aus den verschiedensten Regionen Chinas präsentiert. Aus Anlass der Ausstellung ist eine umfangreiche Publikation erschienen, gestaltet von Jianping He, dem Initiator der Ausstellung. Die Ausstellung ist eine Übernahme aus dem Folkwang Museum in Essen.

Ausstellungsort:
Kunstbibliothek bis 28.05.2017
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Die Kunstbibliothek ist erreichbar mit:
U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße);
M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Leidenschaften im alten China

Zur Ausstellung „Leidenschaften in der Kunst Ostasiens“ in Köln
In einer ästhetisch beeindruckenden Schau haben die Direktorin des Kölner Museums für Ostasiatische Kunst, Adele Schlombs, und ihre Stellvertreterin Petra Rösch 120 Werke aus der Sammlung des Museums zusammengetragen, die von der Liebe zu den Künsten, der Sehnsucht nach Freiheit und einem Leben in der Natur, von der Freude am erotischen Spiel bis hin zur Überwindung der Leidenschaften durch den Buddhismus handeln.

So spiegelt die Ausstellung Leidenschaft wider als eine das Gemüt ergreifende Emotion. Leidenschaften umfassen Formen der Liebe und des Hasses, aber auch religiösen und moralischen Enthusiasmus.

Am Beginn stehen die traumschönen Ideallandschaften, soll doch der Mensch nach daoistischer Lehre den „Staub der Welt“ abschütteln und zur Einheit mit der Natur finden: Einsiedler und kleine Behausungen am Fuß gewaltiger Berge, die sich im Dunst der Wolken verlieren. Die chinesische Landschaftsmalerei drückte die Sehnsucht nach einer idealen Welt ohne gesellschaftliche Zwänge und die Hoffnung auf Unsterblichkeit aus. Sie bot denen, die unter dem hierarchischen Beamtenapparat und den höfischen Intrigen litten, ein Refugium.

Landschaftstuschbild von Dong Qichang (1555–1636)

Der Tang-Dichter Han Yu (768-824) beschrieb diesen Rückzug von dem, was ihn „nicht freuen kann“:

„Ich verweile an kargen und ungestörten Orten 窮居而野處, steige in die Höhen und schaue ins Weite aus, verbringe meine Tage sitzend unter blühenden Bäumen, im kalten Quell badend reinige ich mein Selbst, sammle in der Schönheit des Gebirges meine Kost, und was ich beim Angeln in den frischen Wassern fange, reicht mir als Speise. Es gibt keinen Zeitpunkt, an dem ich mich erheben, oder ruhen müsste. In allem was da kommt ist Friede.“

Einige farbige Tuschzeichnungen in der Ausstellung illustrieren „Die wundersame Geschichte vom Pfirsichblütenquell“. Sie stammt von dem chinesischen Tang-Dichter Tao Yuanming 陶淵明 (365-427. n. Chr.) und geht etwa so:
Ein Fischer aus Wuling rudert mit seinem Boot einen Fluss stromaufwärts und gerät nach einiger Zeit durch Zufall in einen wunderschönen Hain von Pfirsichbäumen inmitten einer romantischen Felsenlandschaft.
Zufällig entdeckt er am Ende des Hains eine Felsspalte, die ihn in ein Paradies führt, in dem die Zeit still steht. Er trifft auf freundliche und gastfreie Menschen. Sie wohnen in Häusern, von fruchtbaren Feldern umgeben, in einer Landschaft von lieblichen Seen mit Bambus- und Maulbeerhainen. Die Menschen kennen keine gesellschaftlichen Hierarchien und leben in Glück und Harmonie. Sie leben an diesem Ort zwar abgeschieden von der Welt, aber glücklich und in Frieden.

Ideale Landschaft – Tuschzeichnung von Hu Chengyen (17. Jh.)

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Mein intelligenter Kühlschrank

Nicht mehr der Herd, sondern der Kühlschrank ist der Mittelpunkt der Küche.

Nicht mehr der Herd, sondern der Kühlschrank ist der Mittelpunkt der Küche.

„Guten Tag,
Firma Biofrost. Ihr Kühlschrank hat sich gemeldet. Sie benötigen Nachschub. Wir haben alles den aktuellen Daten Ihrer Smart-Watch angepasst. Schließlich wollen Sie doch am Monatsende den Bonus Ihrer Krankenkasse erreichen… äh, wird alles automatisch von ihrem Konto abgebucht, wie immer. Schönen Tag noch und nutzen Sie das Wetter. Viel Spaß beim Fitnessprogramm. Sie schaffen das schon. …
Ja, dann auf Wiedersehen.“

Einkaufen gehen – das war gestern.

Ein jüdischer alter Knabe (Laozi) mit 90 Jahren

Einer, der zwar noch nicht hundert Jahre alt geworden ist, aber die besten Chancen hat, auch 100 Jahre alt zu werden, ist Rabbi Wolff, ein ausgesprochen unkonventioneller Geistlicher, über den Britta Wauer einen warmherzigen und heiteren Dokumentarfilm gedreht hat, der seit April 2016 im Kino zu sehen ist. Unbedingt anschauen.

http://www.rabbiwolff.com/de/#trailer

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Weltweit liegt die Lebenserwartung von Frauen deutlich über der von Männern: In Deutschland werden derzeit geborene Jungen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Mittel voraussichtlich ein Alter von knapp 79 Jahre erreichen, Mädchen dagegen von 83,5 Jahren.

Rund 10.000 Menschen feiern mittlerweile in Deutschland dreistellige Geburtstage und es werden immer mehr. Wenn in der Lokalpresse wieder mal jemandem zum 100. Geburtstag gratuliert wird, dann sind die „Geburtstagskinder“ meist Frauen, die so alt oder noch älter geworden sind, selten Männer.

Was tun Menschen dafür, um so alt zu werden und dabei rüstig und gesund zu bleiben?

Fasst man die Antworten auf die Frage zusammen, dann können wir davon ausgehen, dass die Hundertjährigen ihr Alter vor allem auf ein regelmäßiges und maßvolles Leben zurückführen.
Zur Regelmäßigkeit gehören:
• regelmäßige Mahlzeiten, mindestens ein warmes Essen täglich
• moderate Mengen essen und einseitige Kost vermeiden
• moderate Bewegung und körperliche Betätigung: Gartenarbeit steht an erster Stelle, weil sie erfreut, entspannt und beweglich hält.
Hundertjährige über ihr Leben:
• Maß halten, nichts übertreiben
• Gemeinschaft, Leidenschaft, Lebensfreude bewahren
• Nicht in der Vergangenheit verharren und sie beklagen, sondern Kommendes begrüßen.

Rabbi Wolff, der dieses Jahr 90 Jahre alt wird, ist ein gutes Beispiel für einen Mann, der ein hohes Alter erreicht hat und mit seiner geistigen und körperlichen Regsamkeit, seiner menschlichen und humoristischen Art das darstellt, was die Chinesen Lao Zi nannten: der alte Knabe. Genau. Schauen Sie sich diesen alten Knaben einmal an.

Beim Arzt

Ich bin an Ihrer Seite

Kolumne von Birgit Schmid Neue Zürcher Zeitung
Was passiert in dem Moment, während man auf eine Diagnose wartet? Fantasiebegabte
Menschen sehen das Schlimmste kommen. Umso wichtiger ist der gute Arzt.
 Was für ein Pech, wenn der Arzt des Vertrauens selbst zum Pathologischen neigt. Hugh Laurie als Dr. House aus der gleichnamigen Serie, 2011. (Bild: Imago)

Was für ein Pech, wenn der Arzt des Vertrauens selbst zum Pathologischen neigt. Hugh Laurie als Dr. House aus der gleichnamigen Serie, 2011. (Bild: Imago)

Da sitzt man und wartet und hat nichts zu befürchten und befürchtet das Schlimmste. An der Wand ein Hans Erni, die Zeitschrift im Gestell drei Wochen alt, in der Ecke steht sorglos der Wasserspender. Trockenes Husten am Ende der Reihe, gegenüber ein graues Gesicht. Eine Frau tippt lächelnd in ihr Handy.

Negative Egozentrik

Was passiert zwischen dem Moment im Wartezimmer und dem Moment, in dem man in ein Sprechzimmer geleitet wird, um untersucht und abgehorcht, durchleuchtet und befragt zu werden und eine Diagnose zu erhalten auf den unbestimmten Schmerz, das langsame Vergessen, die Stille im Bauch?

Man überlegt sich, was man alles zu opfern bereit wäre. Keinen Alkohol mehr, eine grosse Spende, die Affäre. Oder doch lieber mit dem Beten anfangen?

Man nimmt vorweg, was alles möglich wäre, und muss dafür nicht einmal besonders zum Dramatischen neigen. Es reicht der frühe Krebstod einer Freundin, eine Schwäche für «Dr. House» oder die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die umso ungünstiger ausfällt, je älter man wird. Warum sollte gerade ich verschont bleiben? Manche mögen es negative Egozentrik nennen: Wer sich sogar im Leiden auserwählt sieht, nimmt sich zu wichtig. Für die anderen setzt das magische Denken ein. Man überlegt sich, was man alles zu opfern bereit wäre. Keinen Alkohol mehr, eine grosse Spende, die Affäre. Oder doch lieber mit dem Beten anfangen?

Gewaltsamer Moment

Dann sitzt man dem Arzt oder der Ärztin gegenüber. Ein Strauss Tulpen auf dem Pult, ein Gehirnmodell spiegelt sich auf dem USM Haller, das Papier mit den Werten wartet auf eine Deutung. Es ist der Übergang vom Moment, in dem noch alles möglich ist, zum Moment, in dem alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden. Diágnosis heisst Bestimmung, Entscheidung. Ein gewaltsamer Moment: Das Leben verengt sich auf einen Punkt. Der Rest fällt davon ab.

Seit man das «Walk-in»-Gesundheitszentrum aufsucht statt den Hausarzt bei Grippe einmal im Jahr, zeichnet sich die Arztbeziehung durch Beziehungslosigkeit aus.

Man kann jetzt nur hoffen, bei einem guten Arzt zu sein oder einer Ärztin, die der Tastatur nicht einfach die Symptome übergibt, die man beschreibt, ohne einmal den Blick zu heben. Seit man aber das «Walk-in»-Gesundheitszentrum aufsucht statt den Hausarzt bei Grippe einmal im Jahr, zeichnet sich die Arztbeziehung durch Beziehungslosigkeit aus. Doch man möchte kein Kunde sein, sondern Patientin bleiben: um die sich ein kundiger Mensch kümmert, der ahnt, wie es ist, auf der andern Seite des Pultes zu sitzen oder auf der Liege zu liegen und angstvoll dem Durchmessen des Körpers auf dem Bildschirm zu folgen. Der weiss, was Angst bedeutet, ob vor etwas Eingebildetem oder begründet. Da ist ein neuer Schatten. Die Flecken sind grösser. Das Herz des Kindes schlägt nicht mehr.

Eindrücklicher Seitenwechsel

Ein Arzt sollte nicht kalt sein, aber das Leiden auch nicht in Pathos verwandeln. Mitfühlen, aber nicht mitweinen. Denn man braucht seinen Halt. Er nimmt uns ernst und sagt die Wahrheit. Angehende Ärzte lernen heute, was sie in schwierigen Situationen sagen sollten: Wir gehen da gemeinsam hindurch. Ich bin für Sie da.

Also müssten sie auch das Buch eines Arztes lesen, der zum Patienten wurde. Paul Kalanithi, ein junger amerikanischer Neurochirurg, steht eines Tages vor dem CT-Scan einer Lunge und sieht die Tumore. Er hat in seiner Karriere schon viele Scans begutachtet, «in der vagen Hoffnung, dass dem Patienten irgendwie geholfen werden könnte», wie er in seinem soeben auf Deutsch erschienenen Vermächtnis «Bevor ich jetzt gehe» schreibt: «Aber dieser Scan war anders, es war mein eigener.» Eindrücklich beschreibt er den Seitenwechsel. Er starb letztes Jahr mit 37 an Lungenkrebs.

«Es ist nichts Schlimmes», sagt der Arzt, «machen Sie sich keine Sorgen.»

Man ist davongekommen. Und hört auf zu beten.

NZZ-Redaktorin Birgit Schmid schreibt in ihrer Kolumne «In jeder Beziehung» wöchentlich über Zwischenmenschliches.

Über mich

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

Helmut Magel (05-2016)
darf ich mich vorstellen? Ich bin seit über 25 Jahren Heilpraktiker und wende in meiner Praxis Akupunktur, Kräutertherapie, Tuina und gebe Ernährungsempfehlungen. Seit Anfang an steht auf meinem Praxisschild zusätzlich „Lebensberater“, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass zur Gesunderhaltung eine erfüllende und selbst bestimmende Lebensführung gehört. Insofern die Chinesische Medizin eingebettet ist in das Yang-Sheng-Konzept (das Leben nähren), ist fernöstliche Medizin und Philosophie für mich immer auch ein emanzipatorisches Projekt gewesen. Richtig: da hallen die 70er und 80er Jahre nach.

Im ersten Friedensjahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geboren, habe ich mich aktiv an dem 68er Projekt beteiligt: „Unter den Talaren – Muff von Tausend Jahren“ zu beseitigen. Auch von daher verstehe ich meine Blog-Einträge als „philosophische, politische und medizinische Notizen zur Gesundheit“. Viele meiner zahlreichen Artikel in Zeitschriften und im Web drehen sich um diese Zusammenhänge.

Ich verstehe mich als Suchender, der gerne seine eigenen Meinungen bildet, dafür einsteht und sie engagiert und und zuweilen vehement kundtut. Eingedenk Nietzsches Feststellung, dass die Geschichte der Menschen zugleich die Geschichte der Irrtümer sei, hüte ich mich vor Dogmatismus und geistiger Einengung. Reklamationen sind willkommen.

Wenn ich über die Erhaltung geistiger und körperlicher Gesundheit schreibe, dann können Sie, geneigte Leserin, geneigter Leser, davon ausgehen, dass ich vieles davon selbst ausprobiert habe und weiter ausprobiere. Mein dabei gesammeltes Wissen gebe ich sowohl schriftlich als auch mündlich in meinen Seminaren gerne  weiter.

Helmut neben Schall von Bell

Ich neben der Statue des Johann Adam Schall von Bell (Köln, Minoritenstraße). Adam Schall (1592–1666) besuchte in Köln die Schule, war ein deutscher Jesuit, Wissenschaftler, Missionar und Mandarin am Hof des Kaisers von China, wo er in allen Ehren beerdigt wurde. Im Hintergrund sieht man die Süd-Fassade der Minoritenkirche, in der Johannes Duns Scotus (1266 –1308) begraben liegt. Scotus war ein schottischer Theologe und Philosoph der Scholastik und ein wichtiger Wegbereiter der Renaissance. Seine Schriften beeinflussten Kant, Pierce, Husserl und Heidegger. Auch Hannah Arendt setzte sich explizit mit Scotus auseinander und griff beispielsweise seine These der intuitiven Erkenntnis auf.

Helmut Magel (Mai 2016)

Wenn Sie mehr über mich erfahren wollen, klicken Sie bitte hier, um zu meiner Website zu kommen: www.helmut-magel.de

 

Willkommen auf meinem Blog

Yang Sheng bedeutet etwa „das Leben nähren“. Das ist mehr als Essen und Trinken. Die individuelle körperliche und psychische Gesundheit als auch die äußeren Umstände, in denen wir leben, spielen für das Gelingen eine wichtige Rolle.

Mir schweben in dem Zusammenhang zwei Pflanzen vor: Der junge Bambus, der sehr elastisch und biegsam ist und nicht bricht. Und jene Kiefern, die auf chinesischen Landschaftsbildern an den Felshängen fest verankert sind und dort seit langer Zeit Wind und Wetter widerstehen. Im übertragenen Sinn:

Geistige und körperliche Elastizität und zugleich gut verankert sein, könnte ein Konzept zu Yang Sheng sein.