Archiv der Kategorie: Heilkräuter

Frühlingstee für Ihre Holz-Energie

Frühjahrsmüdigkeit? Arbeitsunlust? Trägheit? Noch ein paar Pfunde auf Ihrer Waage, die der Winter hinterlassen hat? Dann ist es höchste Zeit für einen Frühjahrsputz, um die dem Frühling angemessene Leichtigkeit zu erreichen. Das geht nur, wenn die Energie im Körper frei fließen kann, ohne Stockung und Blockade.

Nach der Chinesischen Medizin ist für den freien Fluss der Energie die Leber zuständig. Sie gehört wie der Frühling zur Wandlungsphase Holz. Schon die alten chinesischen Ärzte wussten, dass die Leber das im Frühjahr besonders gefährdete Organ ist. Verstößt man gegen die Erkenntnis und pflegt die Leber nicht genügend, so wird man im darauf folgenden Sommer von einer Kälte-Krankheit heimgesucht.

Der freie Energiefluss macht Gute-Laune

Rein organisch ist die Leber ein wichtiges Stoffwechsel-Organ. Typische Symptome sind Spannungsgefühle in den Rippenbögen, Blähungen mit gespannter Bauchdecke, vor allem aber Stimmungswechsel und Depression, Reizbarkeit, Angespanntheit, Seufzen, Melancholie. Der geschmeidige Fluss der Energie ist dann beeinträchtigt und unser Gefühlsleben wird immer angespannter.

Bunte Frühlings-Mischung mit Primelblüten

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Holunderblüten – jetzt backen

Der Frühsommer zeigt sich an den blühenden Gräsern, dem Schlehdorn und Holunder. Die Blütendolden des Holunders können Sie in Teig ausbacken und zum Beispiel mit Erdbeersauce essen, denn Erdbeeren gibt es jetzt frisch zu kaufen.

So wird es gemacht:

Holunderbluete
1. Blütendolden abschneiden, ausschütteln (damit kleine Tiere herausfallen).
2. Einen Teig aus Mehl, halb Wasser und halb Milch mit Vanillezucker anrühren, nicht zu fest und nicht zu flüssig.
3. Ein Ei trennen: Eigelb in dem Teig verrühren, Eiweiß mit dem Mixer steif schlagen und unter den Teig ziehen.
4. Öl in einem Topf, dessen Durchmesser für die Dolde groß genug ist, daumendick füllen und heiß werden lassen.
5. Einzelne Dolde am Stiehl fassen, in den Teig tunken, etwas abtropfen lassen und in das Öl geben, kurz an den Boden drücken (damit sich sich Dolde in der Breite entfaltet) und ausbacken (1 – 2 Minuten).
6. Ausgebackene Dolde auf saugfähigem Küchen-Krepp ablegen.
7. Erdbeeren putzen und vom Stiehlansatz befreien, pürieren, evtl. etwas Honig zufügen.
8. Erdbeersauce und gebackene Dolde auf dem Teller anrichten.
9. Guten Appetit

Holunderblueten-Baum
Holunderblüten sind ein Heilkraut

Sie dienen getrocknet als wirksames Heilkraut zur Behandlung von Erkältungen, grippalen Infekten mit Schnupfen und Halsentzündung, auch bei Heuschnupfen. Darüber hinaus lassen sie sich einsetzen bei rheumatischen Beschwerden. Ihr Temperaturverhalten ist kühl, ihr Geschmack aromatisch und süß.

Holunderblüten können im Bedarfsfall frisch mit heißem Wasser übergossen werden, dann ziehen lassen und nach ca. 5 Min. abseihen und trinken.

Holunderblueten-Infus

Dem Frühling mit Aphrodisiaka nachhelfen

Wenn der Frühling noch nicht eingeschlagen hat: Das richtige Essen kann die Sinne wecken. Nicht umsonst ist das erste Rendezvous oft mit Essen verbunden. Die Liebe geht bekanntlich durch den Magen, aber auch die Lust! Aphrodisiaka helfen mit, das Lustempfinden neu zu wecken! Haben sie jedoch wirklich die erhoffte Wirkung auf uns oder ist das alles nur Aberglaube?

Aphrodisiaka sind keine Lustpillen

Wenn der Frühling noch nicht eingeschlagen hat: Das richtige Essen kann die Sinne wecken. Nicht umsonst ist das erste Rendezvous oft mit Essen verbunden. Die Liebe geht bekanntlich durch den Magen, aber auch die Lust! Aphrodisiaka helfen mit, das Lustempfinden neu zu wecken!

Seit Menschengedenken wird nach Mitteln gesucht, um die sexuelle Lust zu steigern. Wussten Sie, dass viele natürliche Aphrodisiaka sich in unserer Küche befinden, ohne dass Sie es bemerken?

Die Bezeichnung Aphrodisiaka leitet sich ab von der griechischen Göttin für Schönheit und Liebe, Aphrodite. Aphrodisiaka können eingesetzt werden, um sexuelle Lust zu wecken oder sie zu verstärken. Dazu zählen Gerüche, Nahrungsmittel, Getränke, Räucherwerk und Gegenstände.

Die einen sind von der anregenden Wirkung von Austern überzeugt, in Ostasien schwört man auf die Wirkung gebratener Hoden eines Tigers oder dessen Penis oder auf das gemahlene Horn eines Nashorns. Alle Kulturen haben ihre speziellen Aphrodisiaka hervorgebracht.

Aphrodisiaka können unterteilt werden in vier Gruppen:
• Nahrungsmittel (zum Beispiel Trüffel, Spargel, Austern)
• Genussmittel (zum Beispiel Gewürze, Kaffee oder Tee)
• Gifte (zum Beispiel den Fliegenpilz, Stechapfel, Alraune)
• Zaubermittel (zum Beispiel Nashorn-Pulver)

Eins sollte klar sein: Aphrodisiaka sind keine Lustpillen, die einen wie auf Knopfdruck wild und leidenschaftlich werden lassen.

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Frühlings-Heilkraut selbst sammeln: Gundermann

Gundermann im Frühling

Gundermann (Glechoma hederacea, Herba) blüht jetzt an frischen, nährstoffreichen Wegesrändern, schattigen Waldrändern und feuchten Wiesen, Hecken und in Gräben. Die blauvioletten Blüten werden meist durch Hummeln bestäubt. Wegen der ätherischen Öle und der Bitterstoffe verwendete man früher Gundermann auch als Gewürzpflanze. Die Pflanze duftet ungewöhnlich aromatisch, schmeckt minzeartig, leicht bitter, herb-aromatisch. Die Blüten schmecken zart süßlich.

Gundermann oder Gundelrebe wird während der Blütezeit von April bis Juni gesammelt.

Entsprechend den Prinzipien der Chinesischen Medizin gehört Gundermann zur Gruppe der „Kühlenden Kräuter, die Hitze-Schleim vertreiben“. Gundermann ist vom Temperaturverhalten neutral, der Geschmack ist leicht bitter, herb-aromatisch, leicht zusammenziehend.

Sie sind besonders geeignet, Hitze-Schleim zu lösen und auszuleiten. Hitze-Schleim kann sich als gelbes bis braunes, grünes, blutiges oder eingetrocknetes Sekret aus Bronchien, Nase und Nebenhöhlen zeigen. Kräuter dieser Gruppe sind oft scharf (zerteilend), manche bitter, vom Temperaturverhalten meist kühl bis kalt.

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Die Knoblauchrauke – Gesundes Unkraut im Frühling

Halten Sie doch mal Ausschau nach der Knoblauchrauke.

Sie finden diese weiß blühende Pflanze in lichten Laubwäldern, an Waldrändern und schattigen Wegrändern. Es gibt ganze Wiesen davon. Vielleicht wächst Sie auch in Ihrem Garten – als Unkraut. Aber wie so manches „Unkraut“ dient es Ihrer Gesundheit.

So blüht sie im Mai.

So blüht die Knoblauchrauke im Mai.

Die Knoblauchrauke (lat. Alliaria petiolata) ist eine krautige Pflanze, die zwischen 20 und 100 Zentimetern hoch wächst. Ihr Stängel ist etwas kantig und im unteren Bereich behaart. Die Blätter sind gestielt, nierenförmig und haben einen gekerbten Rand. Sie erkennen die Pflanze, die auch Lauchkraut genannt wird, an ihrem geraden Wuchs, ihren typischen Blättern und weißen Blüten. Sie blüht von April bis Juli. In einem traubigen Blütenstand sitzen viele weiße Blüten.

Die Blätter können Sie bis in den Sommer hinein verwenden.

So schmeckt und wirkt sie

Die Knoblauchrauke riecht beim Zerreiben nach Knoblauch und schmeckt süßlich und mild aromatisch nach Knoblauch (daher der Name) und auch etwas bitter.

Die Knoblauchrauke enthält reichlich Senföle (Glucosinolate), die ein scharfes oder lauchartiges Aroma besitzen. Sie kennen den Geschmack und Geruch von anderen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Senf, Kresse, Meerrettich und Kohl. Diese gehören wie die Knoblauchrauke zur Familie der Kreuzblütler.

Der pfeffrig-knoblauchartige Geschmack der Senföle verflüchtigt sich allerdings beim Kochen. Die Knoblauchrauke sollten Sie daher in rohem Zustand verwenden. Sie schmeckt am besten frisch in Salaten, Kräuteressigen und Ölen, Quark- und Käsezubereitungen, Kräuterbutter. Sie können Sie aber auch als würzige Zutat zu Suppen geben, aber bitte nach dem Kochen erst drüber geben.

Darüber hinaus verfügt die Pflanze über krebshemmende, antioxidative und immunstärkende Eigenschaften. Außerdem ist die Knoblauchrauke reich an Vitaminen (vor allem Provitamin A und Vitamin C) und hat eine stoffwechselanregende, verdauungsfördernde und leicht antibiotische Wirkung.

So lässt sich die Knoblauchrauke verwenden

Traditionell gehört die Knoblauchrauke zu den ersten Kräutern und Gemüsen, die im Frühling geerntet werden können. Zum Essen werden die Blätter von April bis Juni gesammelt. Die Pflanze wurde früher sogar in Gärten angebaut. Auch die geschmacksintensiven Blüten können Sie verwenden, um pikante Salate zu dekorieren.

Vor der Blüte Ende April

Vor der Blüte Ende April

Waschen Sie eine große Handvoll gepflückter Kräuter, tupfen sie trocken, zerkleinern und hacken Sie sie. Salzen Sie die Kräuter dann leicht, mischen sie unter Quark und Joghurt und geben etwas Sojasoauce und Senf zu. Lassen Sie am besten alles über Nacht im Kühlschrank stehen, damit sich der Knoblauchgeschmack und eine besondere, angenehme Schärfe entfaltet.

Sehr schön machen sich die Blätter auch in jedem Salat. Und wenn Sie schon draußen die Knoblauchrauke pflücken, dann nehmen Sie doch gleich noch Löwenzahnblätter und Vogelmiere für den Salat mit, und zum Dekorieren die Blüten vom Gänseblümchen. Die können Sie am Ende auch mit essen.

Probieren Sie doch mal Knoblauchrauken-Butter. So geht es: Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, Knoblauchsrauke sehr fein hacken, diese mit etwas Salz mit einer Gabel unter die Butter mischen. Schmeckt zum Brot oder zu Spaghetti.

Sehr schmackhaft sind übrigens Eierpfanne-Kuchen mit Knoblauchrauke.
Guten Appetit.